01.09.20Berlin

„Anzeichen der Stabilisierung auf dem Arbeitsmarkt – aber Erfolge nicht verspielen“

Für Entwarnung ist es noch zu früh, sagt UVB-Hauptgeschäftsführer Amsinck

Die Arbeitsmarkt-Zahlen für den August sind für die Unternehmen in Berlin und Brandenburg ein Hoffnungsschimmer. „Erstmals seit dem tiefen Einbruch im Frühjahr sehen wir leichte Anzeichen einer Stabilisierung. Die Zahl der Menschen in Kurzarbeit geht leicht zurück, die Unternehmen werden wieder zuversichtlicher, einige schaffen bereits wieder neue Arbeitsplätze. Für Entwarnung ist es aber noch viel zu früh." Das sagte UVB-Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck.  

Arbeitslosenquote in Berlin deutlich über Vorjahr

In Berlin ist die Zahl der Arbeitslosen um 1.000 gegenüber dem Juli gesunken. Allerdings liegt die Arbeitslosenquote mit 10,7 Prozent deutlich über dem Stand des Vorjahres. Zugleich waren 2.200 Menschen mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt als im Juni. Vor allem der Handel baut nach einer sehr schwierigen Zeit wieder neues Personal auf. 

In Brandenburg waren 1.200 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat, zudem waren die Jobverluste in den vergangenen Monaten weniger gravierend als in der Hauptstadt. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,4 Prozent, vor einem Jahr waren es 5,6 Prozent. Die IT-Branche, die Logistik und die öffentliche Verwaltung senden positive Signale. 

"Firmen bieten der Pandemie die Stirn"

"Die Zahlen zeigen, dass es den Unternehmen gelingt, der Pandemie die Stirn zu bieten und zugleich erfolgreich zu wirtschaften", analysierte Amsinck weiter. "Hier hilft allerdings nach wie vor das Instrument der Kurzarbeit. Von den guten Arbeitsmarkt-Daten der vergangenen Jahre sind wir weit entfernt. Es gilt jetzt, den Aufwärtstrend nicht durch Unachtsamkeit zu gefährden und das Infektionsgeschehen im Griff zu behalten."

Amsinck verwies zudem auf den Beginn des neuen Ausbildungsjahres, das am 1. September begonnen hat. "Jungen Menschen stehen noch viele Türen offen." In Berlin seien noch gut 5.000 Lehrstellen unbesetzt, in Brandenburg suchten die Firmen noch 4.700 Nachwuchskräfte. "Wer sich jetzt rasch bewirbt oder sich an die Jugendberufsagenturen wendet, kann den Karrierestart noch schaffen", mahnte der Hauptgeschäftsführer.

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