03.06.20

„Der Arbeitsmarkt steht massiv unter Druck"

Unternehmen versuchen, ihre Fachkräfte zu halten | Viele Chancen auf dem Ausbildungsmarkt

Zu den Arbeitsmarkt-Zahlen für den Mai 2020 erklärt Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg:

„Der Arbeitsmarkt steht massiv unter Druck. Der wochenlange Lockdown und nun die allgemeine Verunsicherung von Unternehmen und Verbrauchern hinterlassen Spuren. Immerhin hat sich die Zunahme der Arbeitslosigkeit gegenüber dem April leicht abgeschwächt.

In Berlin erreicht die Arbeitslosenquote mit 10,0 Prozent erstmals seit April 2016 wieder einen zweistelligen Wert. In Brandenburg steigt die Arbeitslosigkeit auf 6,5 Prozent, das ist der höchste Wert seit Februar 2019. Die Krise trifft nahezu jede Branche, wobei die meisten Jobs im Gastgewerbe, im Handel und im Dienstleistungsbereich verloren gegangen sind. In Brandenburg ist zusätzlich die Industrie stärker betroffen.

Ohne das Instrument der Kurzarbeit wäre die Lage aber weitaus schlimmer. Die Unternehmen haben für mehr als 600.000 Beschäftigte in der Region Kurzarbeit angezeigt. Das zeigt, dass die Unternehmen alles daran setzen, ihre Fachkräfte zu halten. Nur dann können sie nach der Krise durchstarten.

Auf dem Ausbildungsmarkt gibt es trotz der Corona-Krise noch viele Chancen. In Berlin sind 7.359 Lehrstellen noch unbesetzt, in Brandenburg 7.380. Wer sich für einen soliden Berufsstart interessiert, sollte sich unbedingt noch vor den Ferien bewerben. Schulen, Jugendberufsagenturen und Wirtschaft müssen jetzt alles daransetzen, Bewerber und Unternehmen zusammenzubringen.“

Arbeitsmarktbericht

Mai 2020

Beschäftigung in Berlin und Brandenburg

Bericht der Arbeitsagentur

Monatsbericht, Agentur für Arbeit, Regionaldirektion, Berlin, Brandenburg
Monatsbericht

Regionaldirektion Berlin-Brandenburg

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