27.04.18Berlin | Haus der Wirtschaft

Digitale Health-Innovationen im Haus der Wirtschaft – Health Reality Lab Network (HLaN) unterstützt Startups beim Marktzugang

Die Vernetzung aller Akteure durch innovative digitale Lösungen kann das deutsche Gesundheitswesen deutlich besser und effizienter machen. Gerade in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg gibt es dafür noch erhebliches Potenzial. Das neue Projekt Health Reality Lab Network (HLaN) will dazu einen wesentlichen Beitrag leisten. Im HLaN können Startups gemeinsam mit Leistungserbringern, Krankenkassen und Arbeitgebern ihre Produkte auf Akzeptanz und Wirtschaftlichkeit in der Versorgungspraxis testen. Das Ziel ist, den Marktzugang für innovative Startups zu erleichtern und damit digitale Innovationen auf diesem Feld schneller marktfähig zu machen – in Deutschland ebenso wie in Europa.

„Berlin ist Startup-Hauptstadt und zugleich ein Top-Gesundheitsstandort. Diese Vorteile wollen wir zusammenführen“, sagte Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB). „Aus einer guten Idee soll in Zukunft noch schneller ein gutes Produkt werden.“

Zum Auftakt trafen sich nun die Projektpartner im Health Innovation Space im Haus der Wirtschaft in Berlin. Dort sollen Startup-Firmen Krankenkassen und Arbeitgebern ihre Produkte demonstrieren und deren Mehrwert durch wissenschaftliche Evaluation belegen. „Hier entsteht ein Praxislabor, das neue Kooperationsmodelle ermöglicht und die notwendige Infrastruktur für den patientengesteuerten, sicheren Datenaustausch mit Leistungserbringern bereitstellt“, sagte Prof. Dr.-Ing. Thomas P. Zahn, der das Projekt führt und das fib Forschungsinstitut der bbw Hochschule leitet. „Unsere europäischen Nachbarn sind bei der Vernetzung im Gesundheitswesen schon deutlich weiter. Wir wollen helfen, den Vorsprung aufzuholen – das Health Reality Lab Network kann dazu einen wesentlichen Beitrag leisten.“

Konsortialführer des Projekts ist das Bildungswerk der Wirtschaft in Berlin und Brandenburg (bbw) mit dem fib Forschungsinstitut. Die Deutsche Telekom Health Solutions stellt die technische Basis bereit und sichert die Anbindung an die deutsche Telematik-Infrastruktur. Das Berliner IT-Security Haus ITSO liefert die benötigte Software. Die Evaluation für Krankenkassen wird vom Institut für angewandte Gesundheitsforschung (InGef) und dem Gesundheitswissenschaftliches Institut Nordost (GeWINO) der AOK übernommen. Um die hohen Anforderungen beim Datenschutz kümmern sich Peter Schaar, der ehemalige Bundesbeauftragte für den Datenschutz, sowie der Krankenkassen-Dienstleister ITSG. „Wir legen extrem hohen Wert auf die Umsetzung der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung. Das ist ein wesentlicher Schlüssel für die Akzeptanz von deutschen Digital-Health-Produkten“, sagte Prof. Zahn.

Der Projektpartner Bundesverband Deutsche Startups und die UVB werden daran arbeiten, geeignete Startups für das Vorhaben zu gewinnen und neue Gründungsideen zu unterstützen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit rund drei Millionen Euro aus dem Digitalisierungsprogramm Smart Service Welt II.

„Im Rahmen unseres Digitallabors arbeiten wir seit Jahren erfolgreich daran, Startups und etablierte Unternehmen zusammenzubringen. In unserem Netzwerk gibt es eine Reihe potenzieller Partner für spannende E-Health-Vorhaben“, führte Amsinck aus. Am Ende müsse sich eine Innovation für das betriebliche Gesundheitsmanagement aber auch rechnen. „Dazu wollen wir Bewertungsverfahren entwickeln, die auf einen Blick zeigen, ob ein solches Vorhaben für ein Unternehmen wirtschaftlich ist“, befand der UVB-Hauptgeschäftsführer.

Kontakt zum HLaN

Prof. Dr.-Ing. Thomas P. Zahn
Leiter fib Forschungsinstitut, Professur für Wirtschaftsinformatik, Data Science und Gesundheitsinformatik

T. +49 (30) 3199095-16
E-Mail

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