06.04.16Berlin

Duale Ausbildung oder Hochschulstudium?

Ein Studium aufzunehmen, ist der Wunsch vieler Schulabgänger und Abiturienten, weil viele sich von einem Studium Karrierechancen und einen sicheren Job versprechen. Demgebenüber stehen eine hohe Studienabbrecherquote vor allem in technischen Berufen und bei den Unternehmen ein hoher Bedarf an Facharbeitern. Die Wirtschaft ist vor allem auf Mitarbeiter mit Praxisorientierung kombiniert mit theoretischem Wissen angewiesen.

Eine neue Studie der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. benennt unter dem Titel „Fachkräfte für die Industrie 4.0 – Für eine Neuorientierung im Bildungssystem“ diese Diskrepanz. Die Studie widmet sich den Anforderungen der Wirtschaft im Umbruch zur Industrie 4.0 und analysiert das Bildungssystem entlang der Entwicklung Deutschlands zu einer Industrienation hinzu der vierten industriellen Revolution. Die Studie sieht die Lösung im Zusammenwachsen der akademischen und beruflichen Ausbildung: „Wir brauchen die gegenseitige Durchlässigkeit und Anschlussfähigkeit der Systeme der beruflichen und der akademischen Bildung. Denn so entstehen die Qualifikationen und Kompetenzen, die in Zukunft benötigt werden.“

Bundesweit und auch in Berlin-Brandenburg gibt es einen anhaltenden Trend, immer mehr Akademiker auszubilden. Die Wirtschaft braucht in Zukunft aber viel mehr Menschen, die sich auf die betrieblichen Erfordernisse als auch auf die technischen Entwicklungen einstellen können. Genau diese Mischung leistet das duale Bildungssystem. Auch mit Blick auf den digitalen Wandel sei der Arbeitsmarkt mit diesem vorhandenen Bildungssystem gut gerüstet. Die Studie beschreibt, dass das duale Ausbildungssystem die Entwicklung zur Industrie 4.0 schon am weitesten integriert habe. Denn die Ausbildungsberufe seien systemorientiert und auf eine branchenübergreifende Zusammenarbeit angelegt. „Die für Industrie 4.0 notwendigen Ausbildungsinhalte können berufsspezifisch definiert und integriert werden.“

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