15.08.18

"Es wird Zeit, dass in Berlin etwas in Bewegung kommt. Ergebnis Brandenburgs kann niemanden zufrieden stellen."

Zum Bildungsmonitor 2018 für Berlin und Brandenburg, ermittelt im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, erklärt Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB): 

„Es wird Zeit, dass in Berlin etwas in Bewegung kommt. Zwar ist die Hauptstadt zum ersten Mal seit zehn Jahren nicht mehr Schlusslicht im Bundesländer-Vergleich. Doch ein echter Erfolg ist die Verbesserung von Platz 16 auf Platz 13 noch nicht. Die INSM-Studie bestätigt, was die Unternehmen immer wieder kritisieren: Die jungen Menschen nehmen aus der Schule nicht genügend fachliche und soziale Schlüsselqualifikationen mit. Nur mit guter Bildung für möglichst viele können wir dem Fachkräftemangel entgegentreten und jedem die gleichen Aufstiegschancen bieten. Genügend gut ausgebildete Lehrer sind der Schlüssel zu einem besseren Unterricht mit besseren Ergebnissen. 

In einigen Bereichen seines Bildungssystems ist Berlin gut unterwegs, etwa bei der Ganztagesbetreuung oder bei der Ausbildung des Forscher-Nachwuchses an den Hochschulen. Konterkariert wird dies von den traurigen Ergebnissen in Sachen Digitalisierung. Viele Lehrkräfte betrachten das Internet offenbar noch immer als Neuland – ein Fünftel von ihnen setzt höchstens einmal im Monat digitale Medien im Unterricht ein. Hier brauchen wir ein Update der Digitalisierungskenntnisse und       
-konzepte. Sonst wird Berlin bei der Digitalkompetenz seiner jungen Leute abgehängt. 

Brandenburg verharrt nicht nur auf den unteren Rängen im Länder-Vergleich – das Ergebnis im Gesamtbild hat sich noch einmal verschlechtert. Das kann niemanden zufrieden stellen. Zwar sind die Ergebnisse in der Allgemeinbildung ordentlich, etwa bei den Punkten Vermeidung von Bildungsarmut, Schulqualität und Internationalisierung. Aber großen Handlungsbedarf sieht der Bildungsmonitor an den beruflichen Schulen und ganz grundlegend in puncto Digitalisierung. Insofern ist es konsequent, das Potsdamer HPI-Projekt „Schulcloud“, das die Studie als bundesweiten Benchmark in Sachen „Digitale Schule“ benennt, nun in allen Brandenburger Schulen einzuführen.     

Trotz Verbesserungen kann sich die Forschungslandschaft nur schwer gegenüber der Konkurrenz aus den anderen Bundesländern behaupten: Die Forschungsausgaben pro Professor liegen unter Bundesdurchschnitt, die Promotionsrate ist zu gering und zu wenige Absolventen schließen ein ingenieur- oder naturwissenschaftliches Studium ab. Positiv dagegen ist die dynamische Entwicklung im dualen Studium. Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Zahl der dual Studierenden von rund 200 auf über 1.000 erhöht – ein gemeinsamer Erfolg der Brandenburger Hochschulen und Unternehmen.“

Alle Details zu der INSM-Studie sind zu finden unter www.insm-bildungsmonitor.de.

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