30.07.20Berlin

„Pandemie hinterlässt immer tiefere Spuren auf dem Arbeitsmarkt“

Arbeitslosigkeit steigt im Juli vor allem in Berlin. Hauptgeschäftsführer Amsinck: Weiterer Beschäftigungsabbau möglich

Die Arbeitslosigkeit in Berlin und Brandenburg ist im Juli 2020 weiter gestiegen. „Die Pandemie hinterlässt immer tiefere Spuren auf dem Arbeitsmarkt", erklärt dazu Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg.

Vor allem in Berlin gingen in den Branchen Dienstleistungen, Gastronomie und Logistik viele Stellen verloren. "Trotz der Krise versuchen die Unternehmen alles, um ihre Beschäftigten zu halten", sagte Amsinck weiter. In den kommenden Monaten werde das aber möglicherweise nicht überall gelingen.

Infektionen: "Wachsamkeit ist wichtig, um Wirtschaft nicht zu gefährden"

Kurzarbeit ist den Unternehmensverbänden zufolge weiterhin das wichtigste Mittel, um den Nachfrage-Einbruch abzufedern. Der Blick auf das Infektionsgeschehen zeige, dass Wachsamkeit weiterhin wichtig ist, um die Rückkehr zu einem halbwegs normalen Wirtschaftsleben nicht zu gefährden.

In Berlin ist die Arbeitslosigkeit weiter gestiegen auf nun 10,8 Prozent. Amsinck: "Das ist der höchste Stand seit März 2015. Wann sich die Unternehmen insbesondere aus Gastronomie, Tourismus- und Messewirtschaft von dem Pandemie-Schock erholen werden, ist derzeit nicht abzusehen." Auch die Industrie tue sich weiterhin schwer. Jeder siebte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte befinde sich in Kurzarbeit.

Robustere Lage in Brandenburg

Brandenburg bescheinigte der Hauptgeschäftsführer eine bessere Lage. "Die Beschäftigung in Brandenburg ist weitaus robuster. Die Arbeitslosenquote ist mit 6,5 Prozent im Vergleich zum Juni stabil geblieben. Hier arbeitet jeder achte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte kurz." Einige Branchen wie Information und Kommunikation oder Logistik sendeten sogar schon wieder leicht positive Signale.

"Auf dem Ausbildungsmarkt geben die Firmen alles, um ihre offenen Lehrstellen noch zu besetzen", sagte Amsinck. "Noch immer bieten sich jungen Menschen tausende Chancen. Berlinerinnen und Berliner sollten den Blick auch nach Brandenburg richten. Hier sind die Möglichkeiten noch vielfältiger als in der Hauptstadt.“

Arbeitsmarktbericht

Juli 2020

Beschäftigung in Berlin und Brandenburg

Bericht der Arbeitsagentur

Monatsbericht

Regionaldirektion Berlin-Brandenburg

Ihre Ansprechpartner zum Thema Arbeitsmarkt

Alexander Schirp
Geschäftsführer
Alexander
Schirp
Telefon:
+49 30 31005-106
Telefax:
+49 30 31005-190
E-Mail:
Schirp [at] akb-kunststoff.de
Sebastian Krohne
Arbeitsmarktpolitik, SCHULEWIRTSCHAFT
Sebastian
Krohne
Telefon:
+49 30 31005-124
Telefax:
+49 30 31005-240
E-Mail:
Krohne [at] akb-kunststoff.de