01.12.16 | Berlin

The Digital Turn – Hochschulbildung im digitalen Zeitalter

Die Digitalisierung verändert nicht nur unsere Lebens- und Arbeitswelt, auch die Hochschullehre ist von den Umbrüchen betroffen. Insbesondere in der Studien- und Lehrorganisation kommen neue digitale Medien zur Anwendung. Der Prozess des digitalen Wandels erfasst zunehmend alle Akteure und sollte von den Hochschulen – aber auch von der Politik – strategisch und aktiv gestaltet werden. Zu diesem Fazit kommt das Hochschulforum Digitalisierung in seinem am 1. Dezember in Berlin vorgestellten Abschlussbericht „The Digital Turn – Hochschulbildung im digitalen Zeitalter“.

Neben einem übergeordneten Kapitel zu „Hochschulbildung im digitalen Zeitalter“ umfasst der Abschlussbericht auch die Berichte aus den sechs Expertengruppen zu den Schwerpunkten: Geschäftsmodelle, neue Technologen und lebenslanges Lernen, Internationalisierung und Marketingstrategien, Change Management und Organisationsentwicklung, Innovationen in Lern- und Prüfungsszenarien, Curriculum Design und Qualitätsentwicklung sowie Governance und Policies. Unter digitalen Gesichtspunkten zeigt dabei insbesondere das Kapitel „Innovationen in Lern- & Prüfungsszenarien“ Handlungsoptionen auf.

Proaktiver Einsatz noch zu selten

So stellt der Bericht der Expertengruppe nicht nur Möglichkeiten zur Digitalisierung von Lern- und Prüfungsszenarien sowie das Nutzungsverhalten der Studierenden übersichtlich dar, sondern gibt abschließend auch Handlungsempfehlungen für Hochschulpolitik und Hochschulen. Dabei zeichnet er ein sehr heterogenes Bild: Zwar nutzen fast alle Hochschulen digitale Elemente oder Formate in der Lehre, jedoch variieren Form und Umfang je nach Hochschule und auch zwischen einzelnen Studiengängen erheblich. Dabei reicht die Bandbreite der Digitalisierung im Hochschulbereich von der einfachen Anreicherung bis hin zu vollständig virtualisierten Angeboten.

Das häufigste Einsatzszenario digitaler Medien findet sich in der Anreicherung der Präsenzlehre mit digitalen Elementen. Integraler Bestandteil des Lernprozesses sind sie bisher noch zu selten. Entsprechend gestaltet sich der Digitalisierungsgrad der Hochschule. Nur dort, wo digitale Medien ein obligatorischer Bestandteil des Lernprozesses sind, ist ihre Verbreitung im Hochschul-Alltag bereits heute hoch.

Insgesamt sollten die Potenziale der Digitalisierung von Hochschulen und Lehrenden proaktiver genutzt werden. Denn dort, wo digitale Lernformate einen didaktischen Mehrwert für Studierende haben, können sie auch wesentlich zur Verbesserung der Lehre beitragen.

Mehr zur Studie

Gebündelt finden Sie alle zentralen Aussagen, Ergebnisse und Handlungsempfehlungen des Abschlussberichts in der Kurzfassung

Das Hochschulforum Digitalisierung ist eine gemeinsame Initiative des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft mit dem CHE Centrum für Hochschulentwicklung und der Hochschulrektorenkonferenz. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

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