02.05.14Berlin

Rentenpaket gefährdet Fachkräftesicherung in der Hauptstadtregion

Nach Ansicht der UVB gibt es beim bisherigen Gesetzentwurf der Bundesregierung erheblichen Nachbesserungsbedarf. | © Fotolia 2016 / mickyso

Demografisch notwendige Anstrengungen zur Beschäftigung Älterer werden zunichte gemacht

Am 5. Mai befasst sich der Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags mit dem Rentenpaket. Nach Ansicht der UVB gibt es beim bisherigen Gesetzentwurf der Bundesregierung erheblichen Nachbesserungsbedarf. Dieser geht im Bezug auf die Erwerbsbeteiligung Älterer in eine völlig falsche Richtung. 

Christian Amsinck Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg: „Mit viel Aufwand ist es in den letzten zehn Jahren gelungen, die Erwerbsbeteiligung Älterer von 19 Prozent (53.000 Beschäftigte) in der Region auf heute rund 50 Prozent (120.000 Beschäftigte) hochzufahren. Diese erfolgreichen Bemühungen werden durch die Rente mit 63 torpediert.“ 

Amsinck weiter: „Von der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren wären wir in der Hauptstadtregion besonders betroffen. Begründet durch hohe Erwerbstätigkeit von Frauen und das frühe Eintrittsalter in die ostdeutschen Betriebe wird die Quote derjenigen, die die Voraussetzungen für den Rentenzugang mit 63 erfüllen,  in der Region nach ersten Schätzungen bei bis zu 50 Prozent liegen.“

Durch die Möglichkeit, Zeiten der Arbeitslosigkeit in Anrechnung zu bringen, besteht außerdem die Gefahr, dass viele Beschäftigte bereits zum Ende des 61. Lebensjahres aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Amsinck betonte: „Dies stellt die Betriebe in ihrer Personalplanung vor erhebliche Schwierigkeiten und in strukturschwachen Regionen vor kaum lösbare Probleme der Nachbesetzung ihrer Vakanzen. Wir appellieren deshalb an die Ausschussmitglieder, diese Situation zu berücksichtigen und die notwendigen Korrekturen anzustoßen.“

 
 

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